„Auf unseren Wiesen lebt immer was“

🕒 01.06.2019 | 📂 Presse

Ein Besuch bei Martin Klopfer von den Honhardter Demeterhöfen

Den Jahrhundertsommer 2018 wird auch Martin Klopfer nicht so schnell vergessen. „Wir sind aber besser über die Runden gekommen als gedacht“, zieht Klopfer, einer der Betriebsleiter, Bilanz, „den Tierbestand mussten wir nicht reduzieren.“ Im Stall und auf den Weiden der Honhardter Demeterhöfe stehen 25 Kühe des Zweinutzungsrasse Fleckvieh mit der Nachzucht - auch der männlichen. Zweinutzungsrasse bedeutet, dass die Tiere zur Fleischerzeugung wie zur Milchproduktion eingesetzt werden. „Wir verkaufen immer wieder Bullen an andere Demeter- Höfe“, erklärt der Landwirt. 80 Hektar Fläche werden rund um die Hofstelle und den -laden bewirtschaftet.

Seit 1986 setzt sich die Familie für den biologisch-dynamischen Landbau und die Herstellung von gesunden Milchprodukten und Wurstwaren ein. Zwei Drittel der Heumilch werden zu eigenem Käse verarbeitet, ein Drittel an die Dorfkäserei Geifertshofen geliefert, die auch den Honhardter Käse führt. Wird heuer eigentlich früher gemäht? Der 63-Jährige schüttelt den Kopf: „Das machen nur die Bauern, die mit Silage arbeiten.“ Für gutes Heu brauche es Gräser mit Struktur: „Wenn man so jung mäht, wird man dem Verdauungssystem der Tiere nicht gerecht.“ Zudem finden bei Klopfers Insekten und andere Nützlinge jederzeit Nahrung und Schutz: „Auf unseren Wiesen lebt immer etwas.“

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